T-Nutschienen selbst herstellen

T-Nutschienen sind in der Werkstatt vielfältig einsetzbar, aber schwer erhältlich und darüber hinaus noch sehr teuer. Sie lassen sich aber mit der hier beschriebenen Methode in verschiedenen Größen leicht selbst herstellen.
 Hinweis: Ich werde immer wieder gefragt, wo die hier beschriebenen Alu-Profile zu bekommen sind. Ich habe einen Globus Baumarkt in der Nähe, dort stehen sie im Sortiment.
Ein Alu-Rechteckprofil aus dem Baumarkt mit den Abmessungen 12,5mm x 8mm für etwa 2 Euro.
In die Öffnung passt genau eine M6-Sechskantmutter.
In ein Brett wird eine 12,5mm Nut gefräst, die das Aluprofil aufnimmt. Damit kann das Profil dann sicher über den Frästisch geführt werden.
Mit einem 6mm Nutfräser (Hartmetall) wird dann in mehreren Durchgängen mittig in das Aluprofil eine Nut gefräst. Die weichen Aluspäne neigen dazu, den Fräser zuzusetzen, daher immer nur einige 1/10mm pro Durchgang abnehmen.
So sieht das Ganze dann fertig aus.
Nach dem Entgraten mit 180er Glaspapier ist die T-Nutschiene fertig und kann mit M6 Schrauben/Muttern bereits vielfältig verwendet werden.
Ein 10x4mm Flachstahl aus dem Baumarkt für etwa 3 Euro.
Ein 25mm langes Stück davon absägen, bohren, M6-Gewinde schneiden, entgraten, abrunden und polieren. Fertig ist der passende Nutstein.
Aus einem Flachstahl bekommt man 30-40 Nutsteine.
Gesamte Materialkosten: 5 Euro.
Zeitaufwand: Etwa 2 Stunden (inkl. Herstellung des Führungsbretts).

12 Kommentare zu “T-Nutschienen selbst herstellen

  1. Danke fuer den Tipp. Ich bin heute zufaellig an einem Globus Baumarkt vorbei, da bei mir in der Naehe keiner ist. Habe die Profile gekauft und nach dem Feirabend direkt die Fraese angeschmissen. Ich habe die Nut mit einem HSS Spiralnutfraeser (End Mill) in 6mm vom freundlichen China Haendler ueber ebay gefraest. Mit diesen Fraesern, die nur ein paar Eur kosten geht das in einem Durchgang.

    Gruss,
    Matthias

  2. Hallo
    Die T-Nutschienen selbst herstellen ist eine gute Idee.
    Ich habe in meinem Globus Baumarkt nach einem 6mm Nutfräser (Hartmetall) gefragt mir wurde gesagt das es keinen Fräser gäbe mit dem man Metall fräsen kann.
    Meine Frage zum Fräser:
    Was ist das für ein Fräser.
    Im Voraus vielen Dank für ihre Antwort

    1. Das ist ein ganz normaler hartmetallbestückter Nutfräser. Über die Kompetenz von Baumarkt-Personal sollten wir hier lieber nicht diskutieren :-)

  3. Hallo Dieter,

    wie gesagt, schau einfach bei ebay (weltweit suchen)nach 6mm end mill, ich habe einen 4-schneidigen (4 Flute) genommen und bestell das Ding. Die sind fuer CNC Fraesen und damit fuer Metalle.

    1. Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

      Hallo Matthias,

      Achtung, hier muss man Aufpassen. Wenn die Fräsmaschine eine Oberfräse oder eine Tischfräse für Holz ist, dann muss man hier bezüglich der Fräser aufpassen, denn die müssen dann auch für die hohen Umdrehungszahlen einer Oberfräse ausgelegt sein.
      Fräser, die man in CNC Fräsen für die Metallberabeitung verbaut , werden mit deutlich geringeren Umdrehungszahlen in das Metall getrieben. Da ist bei ungefähr 3000-6000 U/min in der Regel Schluss. Die Oberfräse fräst allerdings mit 20000 U/min.

      Nichts ist schlimmer, als ein Fräser der sich selbst zerlegt und wie ein Geschoss durch die Werkstatt fliegt.

      Aus dem Grund darf man auch keine Bohrer, die für Bohrmaschinen gedacht sind, in eine Oberfräse einbauen.

      Das Problem ist aber lösbar, da es NE-Metallfräser für Oberfräsen zu kaufen gibt, mit diesen ist man dann auf der sicheren Seite.
      Dem Rat des Artikelschreibers, das ganze nicht in einem Durchgang zu machen und nur 1/10 mm pro Durchgang abzunehmen, diesem sollte man folgen.

      In der Metallbearbeitung ist das völlig normal, dass man Metall nicht an einem Stück abfräst.
      Die Umdrehungszahlen sind bei einer Metallfräse auch deutlich niedriger.
      Wer eine Metallfräse sein eigen nennt, der sollte das natürlich damit machen, aber die dürften aufgrund des Preises nur die wenigsten von uns haben.

      1. Hi, ich finde die Idee, gar nicht so schlecht. >man kann doch den Fräser auch in ne Standbohrmaschine einspannen und mit nem vernünftigen Tisch mit niedriger Drehzahl sauber die Nut Fräsen. Da zerlegt sich nix und kostengünstig ist die Nummer auch.

  4. Und natürlich sollte man beim maschinellen Bearbeiten von Metall ein passendes Schmiermittel verwenden.
    Ich benutze bei Aluminium sehr gerne Spiritus, weil er fast rückstandsfrei verdunstet. Die Sägeschnitte, Bohrungen und Fräsungen werden schöner und die Standzeit der Werkzeugs erhöht sich beträchtlich.

  5. Wenn man den Weg zur selbstgemachten T-Nutschiene als Ziel betrachtet, mag das ja alles richtig sein. Ich finde es aber wenig effektiv Dinge, die man im Internet an jeder Ecke kaufen kann, mit viel Aufwand und Risiko selbst herzustellen.
    Statt mir also meine teuren HM-Fräsköpfe zu versauen, kaufe ich lieber eine fertige T-Nutschiene für 6,50 €/m (z.B. Alu-Spezi.de)

    1. Ich kann Nobi nur beipflichten es rentiert den Aufwand nicht wenn man die Profile so günstig bekommt, natürlich kann man auch im Sauter Shop kaufen und dafür das doppelte bezahlen. Ausserdem werden die Fräsen geschont.

  6. Ich lebe auf Barbados und arbeite im Handwerk. Fertige Fraesentische oder Materialien wie T-Nutschienen, Multiplex-Platten etc gibt es hier nicht zu kaufen, andere Maschinen guter Qualitaet sind, weil importiert, einfach nur unverschaemt teuer.

    Aber Alu-Rechteckprofile gibt es…

    Die Anleitung war fuer mich mehr als hilfreich, alles hat funktioniert, Fraesentisch ist fertig

    Vielen Dank und mehr davon…

  7. Das Alu-Rechteckprofil schiebt man der Einfachheit halber 2x über die Tischkreissäge.
    Druckkamm verwenden!
    Eine Minute und fertig ist die Nutschiene.

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